Eines der wichtigsten und zugleich weitreichendsten Zukunftsthemen überhaupt ist die Energiepolitik. Die Reserven der fossilen Energieträger sind in absehbarer Zeit erschöpft. Bei konventionellem Erdöl ist die maximale Fördermenge vermutlich bereits erreicht. Ab diesem Zeitpunkt geht die Schere zwischen Angebot und Nachfrage immer weiter auseinander und der Preis steigt von da an permanent. Auch die Uranreserven sind begrenzt. Darüber hinaus schreitet der Klimawandel stetig voran. Dessen Auswirkungen werden auch in Bayern gravierende Folgen haben. Extremwetterereignisse wie Stark-Niederschläge und Hitzewellen werden hierzulande verstärkt auftreten und ihre Spuren hinterlassen.
Um diese gravierenden Probleme anzupacken, braucht es einen Dreiklang aus Energieeffizienz, Energieeinsparung und Erneuerbaren Energien. Der Umstieg auf eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien bietet aber über die dringend gebotene Lösung der angesprochenen Probleme hinaus auch riesige Chancen für uns. In der Erneuerbare-Energien-Branche sind mittlerweile mehr als 370.000 Menschen in Lohn und Brot. Bis zum Jahr 2020 könnten es knapp 600.000 Menschen sein. Im Jahr 2010 wurde in Deutschland die neue Rekordsumme von 26,6 Milliarden Euro in die Errichtung von Erneuerbare-Energien-Anlagen Anlagen investiert.
Die Aufgabe der Politik ist es, faire Rahmenbedingungen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu schaffen. Atomstrom, aber auch die Stromerzeugung aus Kohle, werden seit Jahrzehnten mit Milliarden von Steuergeldern subventioniert. Damit muss Schluss sein. Wir müssen aufhören, Jahr für Jahr gutes Geld dem schlechten hinterherzuwerfen. Während also die Politik auf Bundes- und Landesebene den geeigneten Rahmen schaffen muss, sollten die konkreten Entscheidungen darüber, welche Erneuerbaren Energien vor Ort zum Einsatz kommen sollen, auch vor Ort getroffen werden.
Die BayernSPD-Landtagsfraktion setzt sich genau für diesen Weg ein, der zunächst zu energieautarken Gemeinden und schließlich zum energieautarken Bayern führen soll. Wer weiter auf fossile und nukleare Großkraftwerke setzt, handelt nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch verantwortungslos.